Zähne natürlich heilen mit Vitaminen und Mineralien

Wie können Zähne auf natürliche Art und Weise repariert werden?

Wikipedia: Aufbau des Zahns (Basiswissen)

Vitamin K2 (Menaquinon) kann Karies und andere Zahnkrankheiten signifikant vermindern. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Mineralisierung der Zähne, denn es ist ein essenzieller Cofaktor der Proteine Osteocalcin und Matrix-Gla-Protein.
Beide Proteine binden Calcium, das Osteocalcin lagert es in Hydroxylapatit ein, ein Calciumphosphat-haltiges Mineral, aus welchem Zahnschmelz und Dentin zum Großteil bestehen. Das Matrix-Gla-Protein hat eine ähnliche Aufgabe, ist aber ebenfalls ein Inhibitor der Mineralisierung, denn es verhindert, dass sich das Calcium an den falschen Stellen ablagert und zu Schäden führt.

Vitamin K2 stimuliert die Osteoblastenbildung in den Knochen, somit lässt sich vermuten, dass es ebenfalls die Odontoblastenbildung stimuliert, das Äquivalent der Osteoblasten in den Zähnen. Diese Zellen produzieren Osteocalcin und Matrix-Gla-Protein, formen das Dentin und sind verantwortlich für die Immunabwehr des Zahns. Ebenfalls wichtig für die Odontoblasten und damit die Mineralisierung der Zähne sind die Vitamine A und D. Diese Vitamine wirken wahrscheinlich synergetisch.

Durch Vitamin K2 wird auch der pH-Wert des Speichels gepuffert, was die Remineralisierung des Zahnschmelzes fördert. Wenn der pH-Wert zu niedrig wird, schädigt dies den Zahnschmelz und Dentin. Studien zeigen außerdem, dass durch Vitamin K2 die Expression verschiedener Gene, die im Zusammenhang mit Zahngesundheit stehen, gefördert wird. Dieser Effekt trat ab einer Dosis von 0,2mg/kg Körpergewicht auf. Vitamin K2 unterstützt außerdem den sogenannten dentinal fluid flow. Das ist das System, mit dem Nährstoffe aus dem Blut durch den Zahn transportiert werden, und verhindert wird, dass Bakterien oder andere Schadstoffe aus dem Mundraum in den Zahn eindringen.

Auch viele Elemente können die Mineralisierung der Zähne unterstützen, indem sie sich in das Hydroxylapatit im Zahnschmelz und Dentin einbauen und so dessen Festigkeit und Säureresistenz positiv beeinflussen. Die meisten natürlich vorkommenden Elemente sind im Zahnschmelz nachweisbar.

Strontium führt wie Fluorid dazu, dass der Zahnschmelz signifikant resistenter gegen Säure wird und somit Karies verhindert werden kann. Studien zeigen ähnliche Effekte für die Elemente Bor, Silicium, Zink, Mangan, Aluminium, Molybdän, Vanadium, Kupfer, Lithium, Gold, Eisen und Yttrium.

Es ist aber wichtig zu erwähnen, dass die aktuelle Studienlage hier eher undurchsichtig und teilweise sehr dünn oder auch widersprüchlich ist. Angesichts der großen Anzahl an Elemente, für die ein positiver Einfluss auf die Zähne beobachtet wurde, drängt sich uns die Vermutung auf, dass (fast) alle Elemente wichtig für die Zähne sind, und es nicht nur auf die Dosis, sondern viel eher auf das Verhältnis, in dem die Elemente zueinander stehen, ankommt – ein großer Überschuss oder Mangel eines einzelnen wirkt sich negativ aus.

Unsere eigenen Erfahrungen nach haben folgende Elemente auf bestehende Zahnläsionen und Empfindlichkeit und Stabilität der Zähne den besten Einfluss: Palladium, Silicium, Strontium, Bor, Nickel, Neodym.

Oft wird behauptet, dass nur Dentin, aber kein Zahnschmelz nachgebildet werden kann, aber unsere eigene Erfahrung zeigt dennoch eine Nachbildung von Zahnschmelz.

Um Zahnschmelz nachzubilden und allgemein die Zahn- und Kiefergesundheit zu fördern, empfehlen wir die Einnahme von hohen Dosen Vitamin K2 (2-10mg Vitamin K2 MK-7 täglich, über den Tag verteilt genommen), Vitamin D, Vitamin A und den oben genannten Elementen.

Luisa Gleichauf

Unsere Produktempfehlungen:
Vitamin D
Vitamin A
Vitamin K2 MK-7

Quellen:

Yamaguchi, M., Weitzmann, M. N.”Vitamin K2 stimulates osteoblastogenesis and suppresses osteoclastogenesis by suppressing NF-κB activation”. International Journal of Molecular Medicine 27.1 (2011): 3-14.

Kaipatur, N. R., Murshed, M., & McKee, M. D. (2008). Matrix Gla Protein Inhibition of Tooth Mineralization. Journal of Dental Research, 87(9), 839–844.

Southward, K. (2015). A hypothetical role for vitamin K2 in the endocrine and exocrine aspects of dental caries. Medical hypotheses, 84 3, 276-80.

Gordeladze, J.O., Landin, M.A., Johnsen, H.J., & Osmundsen, H. (2017). Vitamin K2 and its Impact on Tooth Epigenetics.

Thaweboon S, Thaweboon B, Choonharuangdej S, Chunhabundit P, Suppakpatana P. Induction of type I collagen and osteocalcin in human dental pulp cells by retinoic acid. Southeast Asian J Trop Med Public Health. 2005;36(4):1066-9.

Losee F, L, Cutress T, W, Brown R: Natural Elements of the Periodic Table in Human Dental Enamel. Caries Res 1974;8:123-134.

Tanaka T, Maki K, Hayashida Y, Kimura M. Aluminum concentrations in human deciduous enamel and dentin related to dental caries. J Trace Elem Med Biol. 2004;18(2):149-54.

Wang YL, Chang HH, Chiang YC, Lin CH, Lin CP. Strontium ion can significantly decrease enamel demineralization and prevent the enamel surface hardness loss in acidic environment. J Formos Med Assoc. 2019;118(1 Pt 1):39-49.

Shashikiran ND, Subba reddy VV, Hiremath MC. Estimation of trace elements in sound and carious enamel of primary and permanent teeth by atomic absorption spectrophotometry: an in vitro study. Indian J Dent Res. 2007;18(4):157-62.

Curzon, M. E. J., Adkins, B. L., Bibby, B. G., & Losee, F. L. (1970). Combined Effect of Trace Elements and Fluorine on Caries. Journal of Dental Research, 49(3), 526–528.

Saito T, Toyooka H, Ito S, Crenshaw M, A: In vitro Study of Remineralization of Dentin: Effects of Ions on Mineral Induction by Decalcified Dentin Matrix. Caries Res 2003;37:445-449.

Lane, D.W., & Duffy, C.A. (1996). The analysis of trace elements in human teeth collected from the Oxfordshire area in the UK.

Castillo mercado R, Ludwig TG. Effect of yttrium on dental caries in rats. Arch Oral Biol. 1973;18(5):637-40.

Riyat M, Sharma DC. Analysis of 35 inorganic elements in teeth in relation to caries formation. Biol Trace Elem Res. 2009;129(1-3):126-9.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.