Rubidium und Depression

Das essentielle Spurelement Lithium ist bekannt für seine antidepressive Wirkung, oder genauer gesagt: ein Mangel führt zu einer Dysbalance der Neurotransmitter und damit zu Depression und vielen anderen psychischen Krankheiten. Ebenfalls sind die Alkalimetalle Kalium und Natrium essentiell für Reizweiterleitung und normale Funktion des Nervensystems.

Rubidium, ebenfalls ein Alkalimetall, scheint eine ähnliche Funktion auszuüben. Seit einer Studie von 1969 ist bekannt, das Rubidium affektive Störungen verbessert. Seither wurden mit dem Salz Rubidiumchlorid viele Studien am Menschen durchgeführt, aber leider ist diese Forschung weitestgehend unbekannt.

Es hat bewährte, therapeutische Effekte bei Depression, bipolaren Krankheitsbildern und Angsstörungen..

Interessanterweise fanden diese Studien keine unmittelbaren oder langfristigen Nebenwirkungen der Rubidiumaufnahme – im Gegensatz zu Antidepressiva, die viele und schwere Nebenwirkungen haben. Aber Rubidium ist kein Medikament, sondern ein essentielles Spurenelement, und solange es mit seinen Antagonisten im Gleichgewicht ist, hat es keine negativen Auswirkungen.

Einige Studien deuten darauf hin, dass Lithium und Rubidium Antagonisten sind. Während Rubidium das allgemeine Maß an Wachsamkeit, Aktivität und Wirkung zu erhöhen scheint, reduziert Lithium hyperaktives Verhalten und Affekte. Die Toxizität hoher Rubidiumdosen ist mit Kaliummangel verbunden, woraus sich schließen lässt, dass Kalium auch ein Antagonist zu sein scheint.

Aufgrund ihrer chemischen Ähnlichkeit üben die Alkalimetalle nicht nur ähnliche Funktionen im Nervensystem aus, sondern sind auch Antagonisten und ein durch Rubidiummangel verursachtes Ungleichgewicht dieser Elemente führt zu psychischen Krankheiten.

Luisa Gleichauf

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